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Die Cembalo und Clavichord Werkstatt befindet sich in einem alten Theater. In dieser inspirierenden Atmosphäre macht die Arbeit großen Spass. In der Scheune des Gehöfts ist mein Holzlager. Hier finden sich etwa 15 m3 abgelagerte Hölzer, die meisten davon mit stehenden Jahresringen. Hier finden sich auch sehr alte Hölzer, 1945 gefällt. Ausserdem verwende ich Resonanzhölzer alter Musikinstrumente, deren Holz bis zu zweihundert Jahre alt ist.
Der Hauptraum ist der Bankraum. Hier finden die handwerklichen Arbeitsgänge statt. Meine Hauptwerkzeuge sind Hobel, Profilhobel, Stemmeisen und japanische Handsägen. Glätten des "liners" bei einem italienischen Cembalo.

Alle Eisen werden von Hand auf Steinen geschärft; ich bin ständig versucht, sie zur Nassrasur zu verwenden, da sie an Schärfe unübertroffen sind. Auch das im Rahmen von Restaurierungen oft nötige Furnieren geschieht hier, wobei ich, alten Techniken folgend, mit einem speziell nach altem Vorbild gegossenen Furnierhammer arbeite.
Gerne arbeite ich mit einem antiken Schiffshobel.
Sämtliche Holzteile von Musikinstrumenten werden hier gefertigt, Gehäuse, Resonanzböden und Klaviaturen. Zum Fügen der Bretter verwende ich eine selbst gefertigte Fügelade, wo das Holz abgerichtet und gehobelt wird. Als Leim verwende ich Warmleim, der für die meisten Dinge der beste Leim ist, manchmal je nach Notwendigkeit auch Titebond oder spezielle Leime beispielsweise für Leder. Ich arbeite grundsätzlich mit verschiedenen Hobeln, so auch mit dem antiken Schiffshobel von 1880, der auf den Bildern zu sehen ist. Die Sohle dieses Hobels lässt sich biegen. Gerne verputze ich die Oberflächen nur mit einem sehr fein eingestellten Hobel oder einer Ziehklinge. Dies gibt eine wunderschöne Oberfläche. In einem weiteren Raum findet die Oberflächenbehandlung statt. Hier mache ich Schellackpolituren und Vergoldungen, oder stelle Kreidegrund und Kaseinfarben her.

Im Sommer arbeite ich auch gerne im Garten.

Zum Ölen verwende neben dem Leinöl auch gerne chinesisches Tungöl, welches viele sehr gute Eigenschaften hat. Die chinesische Mauer wurde mit Tungöl konserviert. Wachse stelle ich selbst her, meist aus Bienenwachs, Karnaubawachs und Terpentinöl.
Joe beim Drechseln

Im Maschinenraum finden sich die üblichen Maschinen, die es in jeder Tischlerei gibt, also Kreissäge, Bandsäge, Hobel- und Abrichtmaschine. Hier beginnt die Entwicklung des Holzes bei seiner Verwandlung zum Musikinstrument. Aus Baumstämmen werden hier Bretter gemacht. Auch Biegeformen werden hier hergestellt. Eine besonders schöne Maschine ist meine Drechselmaschine. Hier lasse ich oft der Kreativität freien Lauf und stelle Schalen, Kunstobjekte oder auch gedrechselte Beine für Musikinstrumente her. Dies geschieht in reiner Handarbeit, der Begriff "Maschine" bedeutet lediglich, dass das eingespannte Werkstück gedreht wird. Kontrolle der Spielbarkeit bei einem Clavichord von Keith Hill.

In einem "Showroom" werden die fertigen Clavichorde, Cembali und einige Klaviere ausgestellt. Sie werden hier intoniert und ihre Spielbarkeit erprobt. Gerne behalte ich die Instrumente nach Fertigstellung noch einige Zeit bei mir, um sie einzuspielen. Es verlassen nur einwandfrei spielbare Instrumente meine Werkstatt.
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