| Galerie Historische Tasteninstrumente |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 15:31 Uhr |
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MietkeMichael Mietke ( Mietcke)
Cembalobauer in Berlin. 1665 – 1726 oder1729 Wir wissen wenig über diesen Cembalobauer. Johann Walther berichtet über seinen Tod. Teilweise lebte er in Friedrichswerder. Dort wird berichtet über Herrn Michael Mietke, Musikalischer Instrumentenmacher, der Maria Wagenführer , Tochter eines Drechslers, heiratete. Hier wurden auch 2 seiner Kinder getauft. Ungefähr um 1700 zog er nach Cölln (nahe Berlin) in seines Vaters Haus. Er arbeitete für den Kurbrandenburgischen Hof, für den er Instrumente stimmte für ein Salair von 70 Reichstalern pro Jahr. Auch baute er Instrumente für Friedrich I. Johann Seb. Bach soll bei ihm 1718 ein Cembalo bestellt und abgeholt haben für den Hof in Köthen, wo er Kapellmeister war. ( …das gross Flügel mit2 Clavituren, von Michael Mietcke in Berlin, 1719). Es stand in Köthen bis 1784, wurde dort als defekt beschrieben. Von ihm sind 3 Cembali erhalten Das einmanualige von 1710 steht im Helsingland Museum, Hudiksvall, Schweden. 2 x8´. GG/AA – c³. Weitgehend Originalzustand. Die Instrumente von Mietke sind bekannt als deutsche Instrumente und werden durch die Nähe zu Bach stark fokusiert. Jedoch ist die Bauweise angelehnt an eine Mixtur aus französischen und italienischen Elementen. So kann man eigentlich nicht von einem typisch deutschen Instrument sprechen. Christian Gottlob Hubert. Clavichord
Geboren am 3. May 1714 in Fraustadt (Polen) als Sohn eine Bäckers. Er war Orgel – und Instrumentenmacher in Bayreuth, später in Ansbach. Im Jahre 1748, in welchem er heiratete, baute er eine Orgel in der Spitalkirche in Bayreuth. Dies ist sein ältestes bekanntes Instrument. Möglicherweise war er ein Schüler von G. Silbermann. Er starb in Ansbach am 16. Februar 1793. Er baute Orgeln, Cembali, Fortepianos und Clavichorde. Seine Instrumente zeichnen sich aus durch hohe Handwerkskunst und inspirierenden Klang. Es sind 18 Clavichorde von ihm erhalten. Dieses Clavichord Huberts befindet sich im Grassimuseum in Leipzig.Es ist eines der klangschönsten Instrumente der Welt. Es ist mit hoher Kunstfertigkeit gebaut, Spielart und Klang sind absolut überzeugend und es wird bis heute für Konzerte verwendet. CouchetJoseph Iohannes Couchet Flämisches Cembalo. 1 Manual. Tonumfang C – c³. 2 x8´, 1 x 4´. Besitzer Ethelbert Nevin II. Als Leihgabe im Smithsonian Institut, Washington, USA.Dies ist das einzig erhaltene einmanualige Ruckers/ Couchet mit originalem chromatischen Bass, also ohne kurze Oktave. Die beiden 8´Register spielen auf eine Saite, so dass man jeweils nur einen der beiden schalten kann. Die Disposition ist also 1x 8´, 1x 4´. Ursprünglich war das Instrument rot bemalt; dies ist noch sichtbar unter der später aufgetragenen grünen Bemalung. Die Deckelbemalung wird Van Kessel zugeschrieben.Joseph Iohannes Couchet trat der Gilde von St. Luke 1666 bei. Er starb im Kloster von Lier im Jahre 1706. Die Famile Couchet arbeitete als Cembalobauer in Antwerpen im 17. Jahrhundert. Sie waren mit der Familie Ruckers verwandt, und viele Elemente der Ruckersinstrumente finden sich in denen der Couchet wieder. Mit dem Tod von J.I. Couchet endete die Ruckers / Couchet – Linie. Es sind 4 Instrumente von ihm erhalten. GregoriElpidius Gregori.Italienisches Cembalo 1726 / 36 Barnes Sammlung Edinburgh Tonumfang C / E – d³,e³. 1 Manual. Typ false iner-outer. 2 x 8´, LautenzugDas Instrument ist im false iner-outer Stil gebaut, das bedeutet, es sieht aus, als ob es in einem Kasten liegt, dieser ist jedoch nur vorgetäuscht. In Wirklichkeit ist es ein einzelnes Gehäuse. Die Jahreszahl ist auf dem Instrument vermerkt, jedoch fehlt die 3. Zahl, so kann man nicht sicher sagen, ob es 1726 oder 1736 gebaut wurde. Es ist aus Fichte und Pappel gebaut, Resonanzboden aus Fichte, Springer aus europäischer Kirsche und Namensbrett aus Zypresse. Der Lautenzug ist möglicherweise original. Das Instrument ist technisch gut ausgereift und von exzellenter Güte. Über den Erbauer ist wenig bekannt und das, was man weiss, ist eher verwirrend. Möglicherweise gab es zwei Cembalobauer gleichen Nachnamens, Nicola und Elpidius Gregori. Vermutlich stammt er aus dem Gebiet von Fermo in Italien. John Barnes kaufte das Cembalo 1953 in einem Londoner Antiqiuitätenladen.Giovanni Battista GiustiItalienisches Cembalo 16812 x 8´ Tonumfang C / E – c³. false iner –outer. Das Instrument sieht aus wie in einem Kasten liegend, besteht jedoch tatsächlich aus nur einem Gehäuse. Es steht im germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Gustav Leonhardt hat eine CD mit Werken von G. Frescobali darauf eingespielt. Giusti wurde circa 1624 in Lucca geboren, arbeitete jedoch in Rom. Er war Cembalo – und Lautenmacher. Er arbeitete in der Werkstatt von Guiseppe Boni da Cortona, ab 1665 bei Girolamo Zenti, ebenso bei Vicentius Pratensis. Er starb nach 1693. Seine Instrumente zählen zu den bedeutendsten Instrumenten der italienischen Schule. Albert DelinAlbert Delin ist am 17. April 1712 in Tournai, Belgien, geboren. Das Taufregister gibt den Namen mit Albert Deligne an. 1738 heiratete er Anne Martin. Sie hatten acht Kinder, von denen 2 starben. Es war eine harte Zeit und es kursierten Epidemien, denen viele Menschen zum Opfer fielen. Einer seiner Söhne wurde ein rennomierter Maler in Antwerpen. Delin arbeitete u.a. in der Werkstatt von Antoine Dulcken. Der Magistrat von Tournai lobte die Instrumente von Delin sehr ( er baute Spinette, Cembali, Clavicytherien und polygonale Virginale). Seine Instrumente stehen in der Tradition der Familie Ruckers und sind von hoher kunsthandwerklicher Qualität.
Hemsch, Jean HenriAm 21. Februar 1700 wurde der Deutsche Johannes Hembsch, später unter dem Namen Hemsch bekannt, geboren, vermutlich in Kastenholz bei Köln. Nach 1720 hatte er in der Rue Quincampoix, Paris, sein Atelier zusammen mit seinem jüngeren Bruder Guillaume, geboren am 5. Dezember 1709 als Wilhelm Hembsch.Von Guillaume sind 3 Instrumente erhalten, von Henri 5 Instrumente. Diese überzeugen durch ihre durchdachte konstruktive Bauweise und ihre außergewöhnlich hohe Qualität. Hemsch war ein absolut genialer Meister seines Fachs, der einen fast 5 – oktavigen Instrumententyp entwickelte, der bis heute durch seine Proportionen und seinen Klang fasziniert. Jean Henri Hemsch starb am 28. September 1769. Vincent Tibaut
Anno 1679, GG / HH – c³, geteilte Obertasten. Gehäuse dünnwandig,
französisch Nuss. 2 x 8´, 1 x 4´. 29 kg. ( Brussels Museum, Brüssel, Belgien) Tags:
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. August 2009 um 12:07 Uhr |



